Fliegen mit Baby: Von Ohren bis Handgepäck

Du hast den Flug gedanklich schon drei Wochen lang geprobt. Und eigentlich gibt es nur ein Szenario, das dir Angst macht: dass sie drei Stunden lang schreit und hundertachtzig Leute sich umdrehen.

Im Voraus regeln

  • Melde dein Baby an bei der Buchung. Unter zwei Jahren darf es meist auf dem Schoß mit einem speziellen Gurt oder einem Babysitz mitreisen.
  • Frage nach einem Sitz mit Babybett an der Schottwand, wenn der Flug länger als drei Stunden dauert. Diese sind nur begrenzt verfügbar – kümmere dich frühzeitig darum.
  • Ein Baby benötigt einen eigenen Reisepass, auch innerhalb Europas. Erledige das Wochen im Voraus.
  • Überprüfe die Regeln für den Kinderwagen: Oft darfst du ihn bis zum Flugzeug benutzen.
  • Flüssigkeiten für dein Baby dürfen in größeren Mengen durch die Sicherheitskontrolle mitgenommen werden – Milch, Wasser, Nahrung. Melde es bei der Kontrolle.

Die Ohren

Das ist der einzig echte Schmerzpunkt. Beim Starten und besonders beim Landen ändert sich der Druck, und die Eustachische Röhre eines Babys ist eng und horizontal.

Lass sie während des Starts und der letzten halben Stunde des Sinkflugs trinken oder saugen. Brust, Flasche oder Schnuller – Schlucken öffnet die Röhre. Wecke sie notfalls vor dem Sinkflug; wach und trinkend ist besser als schlafend und vor Schmerz aufwachend.

Hat dein Baby eine Erkältung oder eine Ohrenentzündung? Besprich dies mit dem Hausarzt, bevor du abreist.

Die meisten Babys schlafen den Großteil des Fluges. Der Lärm und die Vibration wirken oft besser als jedes Ritual zu Hause.

In deinem Handgepäck

  • Mehr Windeln, als du denkst zu brauchen, plus zwei Garnituren sauberer Kleidung – auch für dich selbst.
  • Eine Plastiktüte für nasse Sachen.
  • Nahrung für die gesamte Reise plus Verspätung.
  • Eine dünne Decke: Flugzeuge sind kalt.
  • Ein paar kleine neue Dinge zur Ablenkung, einzeln ausgeteilt.
  • Ein Tragetuch – praktisch am Flughafen und beim Warten.

Während des Fluges

Bitte um Hilfe; Kabinenpersonal ist dabei meist sehr hilfsbereit. Laufe herum, wenn es erlaubt ist. Der Wickeltisch befindet sich meist in der Toilette, und die ist klein – wechsle die Windel noch vor dem Einsteigen.

Und was die hundertachtzig Leute betrifft: Fast niemand ärgert sich so sehr, wie du denkst. Die meisten hatten selbst Kinder oder haben Ohrstöpsel drin.

Vor Ort

Rechne mit ein paar Tagen gestörtem Rhythmus bei Zeitverschiebung. Passe dich so schnell wie möglich dem Licht vor Ort an: morgens nach draußen, abends dimmen. Babys passen sich oft schneller an als Erwachsene.