Sie stecken fest. Macht sie ihren Mittagsschlaf, quasselt sie abends bis halb neun. Lässt sie ihn aus, schläft sie um vier Uhr beim Abendessen ein und der Abend ist eine Katastrophe.
Wenn der Mittagsschlaf wegfällt
Die meisten Kinder hören irgendwann zwischen drei und vier Jahren auf. Manche schon mit zweieinhalb, andere schlafen noch bis zum fünften Lebensjahr. Es gibt kein festes Alter, wann es passieren muss.
Woran Sie erkennen, dass es soweit ist
- Sie braucht mehr als eine halbe Stunde, um mittags einzuschlafen, mehrere Tage hintereinander.
- Sie schläft mittags, aber es dauert abends danach viel länger.
- Sie wacht nachts häufiger auf oder steht sehr früh auf.
- Sie ist an mittagschlaffreien Tagen bestens ausgeglichen – das ist das beste Signal.
Achtung: Eine Woche Mittagsschlaf zu verweigern bedeutet noch nicht, dass es vorbei ist. Das passiert auch während eines Entwicklungsschubs oder nach einem Urlaub. Geben Sie es zwei Wochen, bevor Sie Schlussfolgerungen ziehen.
Kinder in diesem Alter benötigen etwa elf bis zwölf Stunden Schlaf pro Tag. Fällt der Mittagsschlaf weg, muss diese Zeit woanders herkommen – und das ist fast immer früher ins Bett.
Die Übergangszeit überbrücken
Ersetzen Sie den Mittagsschlaf durch Ruhezeit
Das ist der wichtigste Tipp. Sie muss nicht schlafen, aber sie geht eine Stunde in ihr Zimmer oder auf die Couch mit Büchern, ohne Bildschirm. Oft schläft sie den einen Tag doch ein und den anderen nicht – und das ist genau richtig.
Verlegen Sie die Schlafenszeit deutlich vor
An mittagschlaffreien Tagen darf sie ruhig um halb sieben ins Bett. Das fühlt sich früh an und beugt Übermüdung vor – und übermüdete Kinder schlafen schlechter, nicht besser.
Kürzen Sie den Mittagsschlaf, anstatt ihn ganz zu streichen
Machen Sie daraus dreißig bis fünfundvierzig Minuten statt zwei Stunden, und wecken Sie sie spätestens um halb drei. Oft reicht das aus, um den Abend zu retten, ohne den Tag zu verlieren.
Rechnen Sie mit Wechselhaftigkeit
Monatelang wird es von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Achten Sie auf den Tag selbst: Viel draußen, viele Reize oder ein Tag in der Betreuung erfordert eher Schlaf.
Die gefährliche Stunde
Zwischen vier und sechs Uhr ist die schwierigste Phase. Planen Sie dort nichts Kompliziertes: keine Einkäufe, kein aufwendiges Kochen. Draußen spielen, ein Bad nehmen oder gemeinsam mit einem Buch auf der Couch sitzen überbrückt die Zeit besser als alles andere.
Schlafen im Auto
Vermeiden Sie das gegen Ende des Nachmittags – zehn Minuten können den ganzen Abend ruinieren. Fahren Sie möglichst nicht in diesem Zeitfenster, oder halten Sie sie mit Reden und Singen wach.