Baby und heißes Wetter: Überhitzung vermeiden ohne Panik

Es sind dreißig Grad, und Sie haben ein Baby, das nicht sagen kann, dass es zu heiß ist, nicht trinken kann, wenn es möchte, und seine Decke nicht selbst wegstrampeln kann.

Warum Hitze für ein Baby anders ist

Babys haben eine verhältnismäßig große Hautoberfläche, wenige gut funktionierende Schweißdrüsen und eine noch nicht ausgereifte Temperaturregulierung. Sie erwärmen sich schneller als Erwachsene und kühlen schlechter ab. Überhitzung ist zudem ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Schlafen in der Hitze

  • Fühlen Sie im Nacken oder auf der Brust, um festzustellen, ob es dem Baby zu warm ist. Hände und Füße sind fast immer kühler.
  • Weniger anziehen. Bei über 24 Grad oft nur einen Body oder sogar nur eine Windel mit einem dünnen Laken.
  • Verwenden Sie einen dünnen Sommerschlafsack (TOG 0,5) oder ein Hydrophiltuch anstelle des normalen Schlafsacks.
  • Kühlen Sie den Raum tagsüber: Vorhänge zu, Fenster zu, wenn es draußen wärmer ist, und abends lüften.
  • Richten Sie einen Ventilator niemals direkt auf Ihr Baby. Lassen Sie ihn gegen eine Wand blasen, damit die Luft zirkuliert.
Ein Baby, dem es zu warm ist, ist unruhiger als ein Baby, dem es etwas zu kühl ist. Im Zweifelsfall: etwas weniger.

Trinken

Unter sechs Monaten geben Sie kein Wasser. Stillen Sie oder geben Sie öfter die Flasche. Muttermilch passt sich an und wird bei Hitze dünner. Ab sechs Monaten dürfen Sie kleine Mengen Wasser zu den Beikostmahlzeiten geben.

Kontrollieren Sie die Windeln: Weniger als vier bis sechs nasse Windeln pro Tag sind ein Grund, den Arzt anzurufen.

Draußen

  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, besonders zwischen 12 und 15 Uhr.
  • Babys unter sechs Monaten sollten überhaupt nicht in die direkte Sonne. Sonnencreme ist dann eine Notlösung, keine Strategie – wählen Sie Schatten und Kleidung.
  • Dünne, lange Kleidung und ein Hut mit Krempe.
  • Legen Sie niemals ein Tuch oder eine Decke über den Kinderwagen. Das mag logisch erscheinen, aber darunter wird es innerhalb von zehn Minuten brütend heiß. Verwenden Sie einen Sonnenschirm oder einen speziellen atmungsaktiven Sonnenschutz und halten Sie die Seiten offen.
  • Lassen Sie Ihr Kind niemals allein im Auto, nicht eine Minute.

Anzeichen von Überhitzung

Rufen Sie den Arzt an bei: warmer, roter, feuchter Haut mit schneller Atmung, einem schläfrigen oder untröstlichen Baby, weniger nassen Windeln, einer eingesunkenen Fontanelle oder Erbrechen. Ziehen Sie das Baby aus, bringen Sie es in einen kühlen Raum und geben Sie häufiger zu trinken, während Sie anrufen.

Hitzepickelchen

Kleine rote oder weiße Punkte im Nacken, auf dem Rücken oder in den Falten. Harmlos. Behandlung: kühler anziehen und lüften. Nicht mit dicker Creme eincremen – das verschließt die Schweißkanäle.